Shop-Rechner
Fünf Rechnungen für den Shop-Alltag: Deckungsbeitrag, Rabatt, Versandschwelle, Werbebudget und Lagerreichweite — jeweils mit Einordnung.
Was von einer durchschnittlichen Bestellung übrig bleibt, wenn alles abgezogen ist — inklusive der Kosten, die Retouren verursachen.
Was dich der Versand kostet.
Was der Kunde zahlt.
Anteil vom Bruttowert.
Handling, Verpackung.
Rückversand und Prüfung.
Ein Rabatt kostet nicht den Rabattbetrag, sondern den Gewinn. Hier steht, wie viel Mehrabsatz nötig wäre, um das auszugleichen.
Ab welchem Bestellwert trägst du den Versand, ohne draufzuzahlen? Die Schwelle sollte spürbar über dem heutigen Durchschnitt liegen — sonst verschenkst du Versandkosten an Bestellungen, die ohnehin gekommen wären.
Anteil vom Nettoumsatz.
Vom Budget zur Bestellung: Wie viele Klicks kaufst du, was kostet dich eine Bestellung, und rechnet sich das bei deinem Deckungsbeitrag?
Anteil der Besucher, die bestellen.
Aus dem ersten Reiter.
Wie lange hält der Bestand, und wann muss die Bestellung raus, damit nichts ausgeht?
Bestellung bis Wareneingang.
Reserve für Schwankungen.
Alles läuft in deinem Browser. Deine Daten verlassen dieses Gerät nicht.
So funktioniert es
- Mit dem Deckungsbeitrag anfangen — er ist die Grundlage für alle anderen Reiter.
- Den Wert unten in den Reiter „Werbebudget" übernehmen.
- Rabatt und Versandschwelle durchspielen, bevor die Aktion beschlossen ist.
- Die Hinweise unter jeder Rechnung lesen — dort steht, was die Zahl bedeutet.
Fünf Rechnungen, die im Shop-Alltag ständig auf einem Zettel landen — und die fast immer zu optimistisch ausfallen, weil ein Posten vergessen wird.
Der Deckungsbeitrag rechnet die Retouren mit ein, nicht nur den Wareneinsatz. Der Rabatt-Rechner zeigt nicht den Rabattbetrag, sondern was er vom Gewinn übrig lässt und wie viel Mehrabsatz das ausgleichen müsste. Beim Werbebudget steht am Ende die Frage, ob die Kosten je Bestellung unter dem Deckungsbeitrag liegen — alles andere ist Umsatz ohne Ertrag.
Jede Zahl kommt mit einer Einordnung. Eine Kennzahl allein sagt wenig; erst der Satz daneben macht daraus eine Entscheidung.
Häufige Fragen
Warum ist mein Deckungsbeitrag niedriger als erwartet?
Meist wegen der Retouren. In der Kalkulation taucht oft nur der Wareneinsatz auf, aber eine Retoure kostet Rückversand, Prüfung, Wiedereinlagerung — und der ursprüngliche Versand ist ebenfalls verloren. Bei zwölf Prozent Retourenquote und den üblichen Kosten frisst das schnell ein Viertel des Ertrags. Genau deshalb steht die Quote hier als eigenes Feld.
Was bedeutet „nötiger Mehrabsatz" beim Rabatt?
Wie viel mehr Stück du verkaufen musst, um trotz Rabatt denselben Gewinn zu machen. Der Wert überrascht die meisten: Bei 20 Prozent Rabatt auf eine Ware mit 64 Prozent Aufschlag braucht es rund 45 Prozent mehr Absatz — nicht 20. Der Grund ist, dass der Rabatt vollständig vom Gewinn abgeht, nicht vom Umsatz. Wenn dort ein dreistelliger Wert steht, ist die Aktion rechnerisch kaum zu gewinnen.
Warum liegt die empfohlene Versandschwelle über dem rechnerischen Minimum?
Weil eine Schwelle, die genau die Kosten deckt, nichts bewirkt. Ihr Zweck ist, Kunden zum Aufstocken zu bringen — und dieser Zusatzartikel ist der eigentliche Ertrag. Deshalb schlägt der Rechner einen Wert vor, der spürbar über dem heutigen Durchschnittsbon liegt. Liegt das rechnerische Minimum bereits weit über dem Durchschnitt, ist nicht die Schwelle das Problem, sondern die Versandkosten selbst.
Ab wann rechnet sich eine Kampagne?
Wenn die Kosten je Bestellung unter dem Deckungsbeitrag liegen. ROAS allein sagt das nicht: Ein ROAS von 4 kann bei dünner Marge ein Verlustgeschäft sein, während 2,5 bei hoher Marge gut trägt. Deshalb fragt der Rechner nach dem Deckungsbeitrag und vergleicht ihn direkt mit den Werbekosten. Wer über diese Grenze geht, sollte es bewusst tun — etwa weil Kunden wiederkommen und der Wert über die gesamte Kundenbeziehung zählt.
Wie berechnet sich der Nachbestellpunkt?
Täglicher Absatz mal Lieferzeit plus Sicherheitspuffer. Fällt der Bestand auf diesen Wert, muss die Bestellung raus, damit die neue Ware ankommt, bevor die alte aufgebraucht ist. Der Puffer fängt ab, was sich nicht planen lässt: eine verspätete Lieferung, eine unerwartete Absatzspitze. Zehn Tage sind für die meisten Fälle eine brauchbare Reserve.
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